Biographie

Florian Willeitner
Geiger | Arrangeur | Komponist
 
Florian Willeitner (*1991 in Passau, DE) ist ein deutscher Violinist, Komponist und Arrangeur, dessen Arbeitsschwerpunkt in der transkulturierten Kunst liegt und damit die Zusammenführung und Symbiose weltweiter Musiktraditionen zum Ziel hat. Zu diesem Zwecke gründete er Ende 2018 die Künstlerplattform Pool of Invention.

Er komponierte Werke für namhafte Orchester, Festivals und Solisten, darunter das Tonkünstlerorchester Niederösterreich, das Musikfest Stuttgart, Starviolinist Benjamin Schmid, Tubakünstler Andreas Hofmeir oder Kontrabassvirtuose Georg Breinschmid.

Seine Musik wird in renommierten Spielstätten und Festivals aufgeführt (Musikverein Wien, Großes Festspielhaus Salzburg, Berliner Philharmonie, Classical:NEXT Festival, Heidelberger Frühling, Podium Festival Esslingen, Beethovenfest Bonn, Mattseer Diabelli Sommer, Teatro Mayor Julio Mario Santo (Bogota), Hongkong City Hall u.a.).

Für den EU-Gipfel der 28 europäischen Regierungschefs im September 2018 schuf er das Werk „Mozart in the shape of Europe“, welches das bekannte Hauptthema der „Kleinen Nachtmusik“ von Mozart in etlichen europäischen und außereuropäischen Stilen variiert und so für den Erhalt von Vielfalt und kultureller Offenheit in Europa plädiert. Neben der Live-Performance beim EU-Gipfel fand vor allem ein Musikvideo dieses Stücks internationale Beachtung in sozialen Medien (Facebook, ClassicFM).

Für die Zweitfassung seines im Dezember 2015 im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins uraufgeführten Violinkonzerts Nr. 1 entwickelte er ein neuartiges Orchestermodell, das die Möglichkeiten eines symphonischen Klangkörpers hinsichtlich „Groove“ und anderen außerabendländischen musikalischen Phänomenen erheblich erweitert. Diese Zweitfassung wurde im April 2018 im Kodaly Center Pécs (Ungarn) von Benjamin Schmid und den Pannon Philharmonics unter der Leitung von Tibor Boganyi mit großem Erfolg uraufgeführt.

Mit dem in Passau lebenden Geigenbauer Valentin Kaiser entwickelte er von 2016-2018 seine „Soulfiddle“, eine neuartige Verbindung von Gitarre, Viola und norwegischer Hardanger-Fiddle, die durch Resonanzsaiten und abgewandelte Korpusform einzigartige klangliche und spieltechnische Möglichkeiten eröffnet.

Als aktiver Solist und Kammermusiker geht er stilübergreifend einer regen internationalen Konzerttätigkeit nach. Mit seinem „New Piano Trio“ und anderen Formationen konzertierte er in Europa, Japan, China und im Libanon und begeisterte Kritik und Presse (Süddeutsche Zeitung, Stuttgarter Nachrichten, Salzburger Nachrichten, Downbeat Magazine, crescendo, London Jazz News, All About Jazz u.a.).

Bei der International Zbigniew Seifert Competition 2016, einem der weltweit größten Wettbewerbe für Jazzstreicher, erspielte er den 2. Preis.

Aktuelle Highlights der Saison 18/19 waren ein Auftritt in der National Concert Hall in Dublin, bei dem er in Zusammenarbeit mit zwei irischen Künstlern innerhalb des Tradition Now Festivals traditionelle Musik aus verschiedenen Teilen der Welt in zeitgenössischem Licht präsentiert, sowie die im Januar 2019 gestartete Zusammenarbeit mit Rolando Villazon innerhalb der Mozartwoche Salzburg, welche die langfristige Etablierung von innovativen, interkulturellen Formaten in Bezug auf das musikalische Erbe Mozarts im Programm der Mozartwoche zum Ziel hat. Nach dem begeistert aufgenommenen „Mozartkabarett“ in Zusammenarbeit mit der Poetry Slammerin Lisa Eckhart bei der Mozartwoche 2019 ist Florian Willeitner künstlerischer Leiter für zwei große Produktionen bei der Mozartwoche 2020 („Mozart in the Wind“ sowie „Punktiti“ in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Regisseur Doug Fitch).
Florian Willeitner wurde außerdem mit der Komposition des zeitgenössischen Pflichtstücks für Violine solo für den Internationalen Mozartwettbewerb 2020 in Salzburg beauftragt.

Wichtiger Bestandteil seiner Arbeit sind seine teils mehrmonatigen Reisen zu den verschiedenen Volksmusikkulturen der Welt, um diese zu studieren und in seine Arbeit einzubeziehen (z.B. Frankreich und Spanien 2010, Irland 2011 und 2013, Bretagne 2012, Griechenland 2014, USA 2015, Kuba 2015, Brasilien 2018, Bulgarien 2018). Zu diesem Thema ist er regelmäßig als Dozent bei Seminarwochen und an Universitäten zu Gast.

Viele seiner Projekte wurden vom Rundfunk mitgeschnitten und ausgestrahlt und sind auf zahlreichen Tonträgern dokumentiert.

Im November 2017 schloss er sein Violin-Masterstudium bei Prof. Benjamin Schmid am Mozarteum Salzburg mit Bestnoten ab.

Florian Willeitner ist Altstipendiat der deutschen „Stiftung Cusanuswerk“ und Stipendiat der Tannberg Privatstiftung.

Sein Instrumentenarsenal umfasst unter anderem Violinen von Gabriel Lemböck (Wien, 1857), Ansaldo Poggi (Bologna, 1977), die Soulfiddle von Valentin Kaiser (Passau, 2018) sowie Bögen von Helge Netland und Karl Wilhelm Knopf.

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